KreLou Consulting
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Grundsatzartikel · 02 · Potenzial heben

Eine Liste ist noch keine Priorität

Nach jeder Analysephase gibt es meistens eine lange Liste an Beobachtungen. Zehn, zwanzig Punkte, die man sich einmal ansehen sollte. Am Ende landet die Liste in einer Schublade, weil niemand sagen kann, womit eigentlich angefangen werden soll.

Eine Liste ohne Bezifferung ist keine Entscheidungsgrundlage, sie verlagert die eigentliche Arbeit nur zurück an die Geschäftsführung. KreLou Consulting bewertet deshalb jeden gefundenen Punkt nach Ertragseffekt, Aufwand und Umsetzungsrisiko und übersetzt das Ergebnis in eine Sprache, die im Unternehmen tatsächlich verstanden wird, nicht in Beratersprache. Daraus entsteht eine begründbare Prioritätenliste, keine allgemeine Empfehlung. Die Entscheidung, was davon in welcher Reihenfolge angegangen wird, bleibt beim Unternehmen.

Bei einer mittelständischen IT-Beratung mit mehreren gleichberechtigten Partnern zeigte die Bezifferung, dass der größte Hebel nicht bei den offensichtlichen Prozessthemen lag, sondern beim manuellen Aufwand, den jeder Partner Woche für Woche in die Kontextanreicherung eigener Kennzahlen steckte, ein Punkt, der auf keiner ursprünglichen Beobachtungsliste oben gestanden hätte.

Die Kontrolle über die Priorisierung bleibt beim Unternehmen, erstmals aber mit einer Zahl statt einem Bauchgefühl dahinter.

Häufige Frage: Ist das nur eine weitere Beratungsempfehlung?

Nein, das Ergebnis ist bewusst beziffert und priorisiert, keine allgemeine Liste an Ideen.

Häufige Frage: Verliert die Geschäftsführung die Kontrolle über die Entscheidung?

Nein, sie entscheidet weiterhin, was angegangen wird und wann.

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