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Grundsatzartikel · 03 · Prozess- und Organisationsredesign

Warum der alte Prozess zurückkommt, sobald man wegschaut

Ein Prozess wird korrigiert, ein paar Wochen läuft alles wie geplant, und dann, fast unbemerkt, schleichen sich die alten Muster wieder ein. Das ist kein Zufall und kein Motivationsproblem der Mitarbeitenden.

Ein korrigierter Ablauf hält nur, wenn Verantwortung, Messung und Routine mitgeändert werden. Wird nur der Prozess auf dem Papier neu gezeichnet, bleibt die alte Struktur darunter bestehen und zieht den Ablauf zurück in die gewohnte Form. KreLou Consulting baut deshalb gemeinsam mit den internen Verantwortlichen einen Sollprozess mit klaren Rollen und Eskalationswegen, definiert Steuerungsgrößen, die das Team ab dem ersten Tag selbst pflegt, und setzt den Umbau mit einem definierten Ende um, nicht als Dauermandat.

In einem Energieunternehmen mit Matrixorganisation lag die eigentliche Ursache wiederkehrender Unzufriedenheit nicht am fehlenden Willen der Abteilungsleiter, sondern daran, dass niemand konsequent an einem einmal erkannten Problem dranblieb. Erst als Verantwortung und Rhythmus für die drei größten Probleme klar zugeordnet waren, hielt die Verbesserung auch über mehrere Wochen hinweg.

Am Ende steht kein Prozess auf Papier, sondern ein Umbau, der beim Team bleibt, auch wenn das Mandat längst beendet ist.

Häufige Frage: Wie lange dauert ein Redesign?

Das Mandat hat ein definiertes Ende, die genaue Dauer hängt vom Umfang des Prozesses ab und wird vorab festgelegt.

Häufige Frage: Wird das Team dabei einfach umgebaut?

Nein, der Sollprozess entsteht gemeinsam mit den internen Verantwortlichen, nicht über deren Kopf hinweg.

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